Sonntag, 7. März 2010

Süddeutsche is coming home

"Durch's Reden kumma d'Leit zam", sagen wir in der Oberpfalz. Oder Menschen und Produkte. Es hat sich was getan in meiner Beziehung zur Süddeutschen. Nach der vorsichtigen Annäherung und der großen Krise läuft die Sache richtig gut.

Nachdem ich letzte Woche erneut vor einem leeren Postkasten stand, wollte ich eigentlich endgültig Schluss machen und griff zum Hörer, wählte die Nummer der Abo-Hotline. Und da geschah Wundersames:

Ich trug meine Gravamina vor, bis mich die Dame am anderen Ende der Leitung fragte: "War die Postzustellung eigentlich Ihr Wunsch?" Es sei sehr ungewöhnlich, dass es in Ismaning keinen Träger gäbe. Sie würde das gleich klären und mich zurückrufen.

Der Rückruf kam prompt. Es stellte sich heraus, dass ein Tippfehler meine Straße aus dem System gekickt hatte. Schwuppdiwupp hatte ich morgens meine Süddeutsche per Austräger geliefert.

Für die SZ hat es sich gelohnt, dass sie in ihrem Call-Center sehr freundliche und bemühte Mitarbeiter hat - und ein paar Ortskundige, die wissen, dass Ismaning noch süddeutsch genug für die Süddeutsche ist.

Für mich hat es sich auch gelohnt. Ich sitze bei einer guten Tasse Kaffee; ich blättere mich zärtlich durch die Seiten der Wochenendausgabe und freue mich: Mehr zu haben als Nachrichten. Mehr als Information, mehr als Content und Klickstrecke. Mehr als ein Produkt. Eine Zeitung eben. Mein Aktionsabo läuft bis Ende des Monats, dann fällt die Entscheidung. Also: Weiter ranhalten, liebe SZ-Redakteure. Jetzt gilt's.

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