Freitag, 23. Mai 2008

Autokino

Gestern habe ich den Feiertag genutzt und bin ins Autokino gegangen, in den neuen Indiana Jones. Mein erster Besuch im Autokino liegt lange zurück. Irgendwann Anfang der 80er Jahre mit meinem Patenonkel in Frankfurt. Ich kann mich nicht mehr an den Film erinnern, ich weiß nur noch, dass es damals toll war.
Und heute? Das Autokino in Aschheim liegt im Münchener Outback, neben einer Kiesgrube. Das Programm umfasst viele Blockbuster und B-Filmchen, wie es sich für ein Autokino gehört. Statt der Lautsprecher zum Einhängen funkt der Film heute per UKW ins Autoradio. Je besser die eigene Anlage, desto besser ist der Sound. Angeblich kommt er in Dolby Surround daher, wobei ich gar nicht weiß, ob ein Radiotuner etwas damit anfangen kann.
Das Publikum ist erstaunlich gemischt, wobei bei der Betrachtung der Autos ein gewisser Hang zum Sport-Tuning auffällt.
Super Service: Im Laden gibt es neben Burger und Hot-Dogs auch Leih-Heizlüfter.
Autokino ist eine Mischung aus Heimkino und Echt-Kino. Chips und Bier und Partner bringt man selber mit, die Lautstärke regelt man selbst, ich kann mich unterhalten wie ich will. Gleichzeitig sitzt man im Publikum, sieht, wie sich die Leute im Auto die Zigaretten anzünden, kommentiert die Einparkversuche der Fahranfänger. Die Kommunikationswissenschaft sollte dafür den Begriff des semidispersen Publikums einführen.
Ach ja, und einen Film gabs ja auch noch. Indiana Jones. Hält genau, was er verspricht.
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